SOULAGES

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Pierre Soulages ist eine der herausragenden Persönlichkeiten der gegenstandslosen Malerei. Sein Œuvre schreibt sich seit über 70 Jahren, von seinen Anfängen kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute, in die Geschichte der zeitgenössischen Kunst ein.

Am 24. Dezember 1919 im südfranzösischen Rodez (Aveyron) geboren, feierte Pierre Soulages vor einigen Monaten seinen 100. Geburtstag. Sein hohes Arbeitstempo hat er beibehalten, wie seine jüngst entstandenen großformatigen Leinwände bezeugen. Ein Zeichen der bemerkenswerten Lebenskraft dieses Künstlers und seiner ungebremsten künstlerischen Produktivität.

Die ihm gewidmete Retrospektive zeigt die Entwicklung seines Werkes in seiner – gerade angesichts der so außergewöhnlich langen Schaffensphase – beeindruckenden Kohärenz. Schon seit seinen Anfängen wandte Soulages sich der totalen Abstraktion zu und stellte so die traditionellen Werte der Malerei infrage. Dabei nimmt er nicht allein durch die Wahl seiner Materialien (Walnussbeize, Teer, etc.) und Werkzeuge, die mitunter an jene der im Bau tätigen Maler erinnern, seit 1948 eine singuläre Position ein. Seine Leinwände definieren sich anhand von verwendeter Technik, Abmessungen und Ausführungsdatum, und nicht etwa durch einen Titel, der die Wahrnehmung des Betrachters beeinflussen könnte. So erklärte er: »Ein Gemälde ist ein organisiertes Ganzes, ein Ensemble von Formen (Linien, farbige Flächen, etc.), auf dem unsere Sinndeutungen entstehen und zerfallen.«

In Deutschland habe für ihn alles angefangen, betont Soulages oft. In der Tat waren seine Teilnahme an der Wanderausstellung »Französische abstrakte Malerei« 1948/49 als jüngster Künstler sowie die Wahl eines seiner Gemälde für das Ausstellungsplakat entscheidend für die frühe Bekanntheit seines Œuvres. Auch seine erste Retrospektive sollte in Deutschland stattfinden, in der Kestner Gesellschaft Hannover im Jahr 1960.

1979 begann eine neue Phase seines Schaffens: eine »ganz andere« Art von Malerei, für die Soulages den Neologismus »Outrenoir«, eine Malerei »jenseits von Schwarz«, fand. Das Verhältnis von Schwarz und Licht ist beständiger Gegenstand seines malerischen Experimentierens, erst das »Outrenoir« aber bringt die Vielfalt des Lichts mit einer einzigen Farbe hervor. Im Gegensatz zu einem monochromen Werk » sind es die Unterschiede der Texturen, glatt, faserig, ruhig, angespannt oder aufgeregt, die beim Einfangen oder Verwerfen von Licht zu grauen oder tiefen Schwarztönen führen.« Durch Überlagerung und Schaben oder durch das Auftragen eines einzigartigen Pigments, lässt Soulages das Licht durch den Kontrast von Hell und Dunkel aus der Leinwand hervortreten.

Die Ausstellung dokumentiert den Werdegang des Künstlers von 1946 bis heute und zeigt eine Auswahl an Gemälde aus europäischen Museen und Privatsammlungen, insbesondere aus dem Soulages-Museum in Rodez und dem Centre Pompidou in Paris.

Zahlreiche Künstler in Russland ließen sich am Ende des 19. Jahrhunderts von den Themen und der Malweise der französischen Impressionisten anregen. Sie arbeiteten en plein air und spürten der Flüchtigkeit des Moments nach, wenn sie Szenen des russischen Alltags portraitierten. Malerinnen und Maler wie Natalja Gontscharowa, Michail Larionow und Kasimir Malewitsch, die später die Avant-garde bildeten, entwickelten aus dem impressionistischen Studium des Lichts ihre neue Kunst. Die Ausstellung zeigt die Internationalität ihrer Bildsprache um 1900 und integriert die russischen Künstler in das Projekt der europäischen künstlerischen Moderne.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Museum Barberini, Potsdam und der Staatlichen Tretjakow-Galerie, Moskau

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