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Körper. Blicke. Macht. Eine Kulturgeschichte des Bades

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Die Räume im Dachgeschoss und eineaufwändige Virtual-Reality-Installation im Skulpturensaal des Stadtmuseums Baden-Badensind ​​Teil der umfangreichen thematischen Gruppenausstellung „Körper. Blicke. Macht. Eine Kulturgeschichtedes Bades“ . Sie wird von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Badengemeinsam mit dem französischen Museum Mucem (Marseille) und dem Stadtmuseum aninsgesamt sieben...

Die Räume im Dachgeschoss und eineaufwändige Virtual-Reality-Installation im Skulpturensaal des Stadtmuseums Baden-Badensind ​​Teil der umfangreichen thematischen Gruppenausstellung „Körper. Blicke. Macht. Eine Kulturgeschichtedes Bades“. Sie wird von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Badengemeinsam mit dem französischen Museum Mucem (Marseille) und dem Stadtmuseum aninsgesamt sieben Orten der Kurstadt durchgeführt.

Die Ausstellungssektion im Stadtmuseumbeginnt mit einer Installation von Bianca Kennedy, die im hohen, lichten Anbaudes Gebäudes gezeigt wird. Sie besteht aus einer raumgreifendenHolzkonstruktion, in deren Zentrum sich ein Becken befindet, das mittransparenten Plastikbällen gefüllt ist. Die Besucher*innen sind eingeladen,sich in dieses Bällebad zu setzen, um mittels eine Virtual-Reality-Brille ineinen interaktiven Raum einzutauchen, der ebenso humorvoll wie irritierend,ebenso heimelig wie unheimlich das Thema der Ausstellung in eine traumartigedigitale Zwischenwelt überführt.

Im Dachgeschoss des Museums wird dasAusstellungsthema des Badens anhand eines bekannten, in der Regel mit Sommer,Sonne und Luxus assoziierten Motivs umkreist: des Swimmingpools. Am Anfangsteht eine Gruppe von Fotografien besonderer Schwimmbäder, die exemplarisch –Bild für Bild – eine Geschichte des Pools rekonstruiert. Das verträumte Motivdes Schwimmbads bildet aber lediglich den Ausgangspunkt für eine komplexeKonstellation von Bildern, die sich ungewöhnlichen und randständigenKomponenten des Badens widmet. Präsentiert werden dabei auch, jedoch nurvereinzelt, die Pools der Privilegierten, die in den Fotografien von SlimAarons in ihrer verführerischsten Form zu sehen sind. Im Zentrum stehenvielmehr ausgewählte, manchmal ambivalente oder schwer zu ertragendeGeschichten, die dem Baden einige unerwartete und politisch relevante Facettenabgewinnen.

Die Zusammenstellung der Exponatebasiert auf unterschiedlichen wiederkehrenden Themenkomplexen und Motiven.Exemplarisch sei neben dem eingangs erwähnten, grundlegenden Motiv desSwimmingpools hier das Verhältnis von Baden und Krieg genannt, das invielfältiger Form reflektiert wird. Die Auseinandersetzung erstreckt sich vonBildern der US-amerikanischen Armee aus dem Ersten Weltkrieg über Fotografiender menschenverachtenden medizinischen Experimente im KonzentrationslagerDachau im Zweiten Weltkrieg bis zu einem unvorteilhaften Badeskandal um dendamaligen Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping. Im letzten Raum derAusstellung wird der berührende Film Army of Love gezeigt, der indokufiktionaler Weise von einem Regiment von „Soldat*innen der Liebe“ erzählt,die das grassierende Problem der Einsamkeit durch Wärme und Zuwendung zubekämpfen versuchen. Er wirft eine weitere Grundfrage der Ausstellung auf,welche die Räume durchzieht – von Slim Aarons bis Rudolf Scharping: Was wollenwir? Was begehren wir?

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